Energie-Effizienz

KfW Effizienzhaus 100

Das KfW Effizienzhaus 100 ist per Definition in der Verordnung EnEV das Standardhaus. Auch ist eine Förderung meist von diesen Kriterien abhängig. Ein KfW Effizienzhaus 100 muss nicht zwangsläufig ein Neubau sein, auch bestehende Häuser lassen sich zum Niedrigenergiehaus sanieren, renovieren. Entscheidend für die Definition KfW Effizienzhaus 100 ist das Einhalten der in der EnEV bestimmten Mindestanforderungen. Dieses Referenzhaus bildet auch die Vergleichsgrundlage für andere Effizienzhaus-Typen.

KfW Effizienzhaus 70

KfW Effizienzhaus 70 bezeichnet Häuser mit einer energetischen Mindesteffizienz. Diese richtet sich nach der EnEV, in welcher die Kriterien für den modernen, effizienten Baustandard (KfW Effizienzhaus 100) festgelegt sind. Das KfW Effizienzhaus 70 darf davon nur 70% der Energie verbrauchen. Diese Kategorisierung hat auch Auswirkungen auf die Förderung durch die KfW. Daraus ergibt sich der Name KfW Effizienzhaus 70.

KfW Effizienzhaus 55

Das KfW Effizienzhaus 55 hat seinen Namen von einer Förderkategorie der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau). Diese fördert nach EnEV den Bau bzw. Kauf von energiesparenden Immobilien mit zinsgünstigen Darlehen. Ein Kriterium bzw. Klasse dabei ist der Haustyp KfW Effizienzhaus 55. Das KfW Effizienzhaus 55 darf davon nur 55% der Energie des Effizienzhaus 100 verbrauchen.

KfW Effizienzhaus 40

Nach EnEV 2009 gibt es das KfW Effizienzhaus 40, das insbesondere durch die Förderung “Energieeffizient Bauen” der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) Bedeutung erlangt. Denn je nach Einordnung in diese Kategorien bestimmen sich der Tilgungszuschuss der KfW und damit meist auch der Name dieses Baustandards. Je kleiner die Zahl, desto energieeffizienter ist das Haus. Daher stellt ein KfW Effizienzhaus 40 höhere Anforderungen als beispielsweise das KfW Effizienzhaus 55. Da man bei der Bewertung auch auf diese Baustandards zurückgreift, kann das Erfüllen solcher Fördergrenzen auch für die Werterhaltung wichtig sein.

Passivhaus

Ein Passivhaus spart etwa 70-80% an Heizenergie gegenüber einem herkömmlichen Niedrigenergiehaus und etwa 90% gegenüber einem konventionellen Neubau ein. Die KfW sowie Kommunen bieten zudem Förderprogramme. Derzeit schätzt man die Zahl der Passivhäuser in Deutschland auf ca. 10.000 – Tendenz steigend. Passivhaus heißen die Häuser übrigens deswegen, weil die meiste Energie passiv genutzt wird. So nutzt man vorhandene Sonnenenergie oder die Abwärme der Personen wie weitere sowieso vorhandene Energiequellen einfach aus.

Nullenergiehaus

Ein Nullenergiehaus liegt dann vor, wenn die produzierte Strommenge (Energiemenge) rechnerisch dem Energieverbrauch des Hauses entspricht. Das Nullenergiehaus verbraucht also so viel Strom bzw. Energie, wie es selbst produziert. Dabei sind Nullenergiehäuser oder sogar Plusenergiehäuser keine bloße Vision mehr. Immer häufiger werden Häuser bei Bau oder Renovierung mit so hohem Energiepotential geschaffen, dass ein Nullenergiehaus möglich wird. Wer zukunftsorientiert denkt und plant, sollte sich daher künftig mit dem Nullenergiehaus befassen.

Plusenergiehaus

Die Zukunft des energetischen Hausbaus dürfte beim Plusenergiehaus liegen. Ein Plusenergiehaus produziert unterm Strich mehr Energie, als es selbst verbraucht. Wird die erzeugte, überschüssige Energie rückführbar gespeichert, sind sogar energieautarke Plusenergiehäuser möglich, die von externer Energiezuführung unabhängig sind. Der künftige Trend dürfte angesichts intensiver Forschung und langfristig steigenden Energiekosten klar in Richtung Plusenergiehaus gehen.